Schmugglerpfad

Diese Trekkingroute schlängelt sich entlang der rätischen Seite des Veltlins, führt durch Weinberge und Weiler und folgt den Spuren der Schmuggelwege, die viele Jahre lang von den Tiranern genutzt wurden, die auf ihren Schultern Waren von einer Seite der Grenze zur anderen trugen, die je nach Epoche zum Schmuggel geeignet waren. Dies geschah auch mit dem Ziel, die Abwanderung der Einheimischen einzudämmen und das Überleben der lokalen Wirtschaft zu sichern.

Trekking auf dem Schmugglerpfad: die Reiseroute

Wir beginnen in Tirano am Bahnhofsvorplatz und folgen der Via Roma, vorbei an der Herz-Jesu-Kirche mit ihrem angrenzenden Oratorium. Weiter geht es über die Via Quadrio zur Piazzetta Trombini, wo sich auf der Nordseite eine Grünfläche öffnet, in deren Mitte ein Denkmal für die Auswanderer aus dem Veltlin und Valchiavenna in alle Welt steht. Wir setzen unseren Weg auf der Via San Giuseppe fort und erreichen die Piazzetta Pievani (Brunnen), wo die alte Kirche San Giacomo steht, in der sich heute die Stadtbibliothek Paolo und Paola Maria Arcari befindet. Wir beginnen den Aufstieg, passieren das Weingut Pozza und biegen dann auf die Via Masuccio ab, die uns durch die letzten Häuser und die ersten Weinberge bis zur Kreuzung auf 594 Metern über dem Meeresspiegel führt.

Das Schild weist nach rechts, dem Maultierpfad in Richtung Baruffini folgend, vorbei an sorgfältig gepflegten Weinbergen. Während des Aufstiegs genießen Sie einen Ausblick, der sich über Tirano und das Adda-Tal bis zur Terrasse von Teglio und dem mit Apfelplantagen bedeckten Schwemmkegel des Valchiosa erstreckt. Schließlich erreichen Sie den Weiler Baruffini auf 792 m Höhe (mit Brunnen).

Folgen Sie den Schildern durch die engen Gassen des malerischen Weilers, bis Sie die Straße erreichen, die nordwestlich ansteigt und am idyllischen Piazzo (926 m ü. d. M.) vorbeiführt. Sie folgen dem Feldweg, der ins Poschiavo-Tal führt und Ihnen bis nach Teglio immer wieder Ausblicke auf den Talboden des Veltlins bietet. Weiter geht es auf dem Feldweg nach einem steilen Anstieg zur ehemaligen Kaserne der Guardia di Finanza in Sasso del Gallo (1239 m ü. d. M.), die heute verlassen und von Erdrutschen betroffen ist.

Nach wenigen Metern erreichen Sie die italienische Grenze. Die Route führt weiter in die Schweiz und ermöglicht mit einem gültigen Ausweis den Zugang zu den Wanderwegen im Poschiavo-Tal.

Von der Staatsgrenze aus weisen Schilder den Weg auf einem flachen, malerischen Pfad durch einen Nadelwald, der leider stellenweise vor einigen Jahren von einem Großbrand in Mitleidenschaft gezogen wurde. Man erreicht dann den Ort Zocca (1232 m). Nach einem kurzen Stück auf einer asphaltierten Straße biegt man links auf einen Feldweg ab, der zum Ort Prà Fontana (1216 m) führt. Die Landschaft ist von Terrassen geprägt, die heute unbewirtschaftet sind, einst aber mit Buchweizen bepflanzt wurden.

Von Prà Fontana aus folgen Sie den Schildern auf dem Feldweg, der hinab zur Straße Baruffini-Pra Campo führt. Nach etwa 800 Metern erreichen Sie links einen Pfad, der durch Kastanienhaine zum Weiler Baruffini (792 m ü. d. M.) führt. Auf dem gleichen Weg wie beim Aufstieg steigen Sie zügig über den Saumpfad nach Tirano ab.

SCHMÜLLPFAD: AUSFLUGSPROFIL

Start/Ziel: Tirano
Zwischenstopps: Baruffini, Sasso del Gallo
Mindesthöhe: 428 m
Maximalhöhe: 1.239 m
Fahrzeit: 5,5 Stunden
Länge: 16 km
Schwierigkeitsgrad: Leicht