Alpenkulturefest
Vom 1. bis 3. Mai 2026 findet in Tirano (SO) das erste Alpine Kulturfest statt, initiiert durch die Kulturolympiade der Region Lombardei. Das Hochland ist von grundlegender Bedeutung für Wasser, Nahrung, Artenvielfalt und Kultur. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee für ein Alpines Kulturfest, das die Rituale, das Handwerk, die Musik, die Erzählungen und die gemeinschaftlichen Bräuche der lombardischen Alpen feiert. Ziel ist es, das zu präsentieren, was von den Skipisten und den Großveranstaltungen Mailand-Cortina 2026 aus verborgen bleibt, aber die Seele der Berge ausmacht: das über Jahrhunderte weitergegebene Wissen, die Weidewirtschaft, die gemeinsamen Gesten und die Zeremonien, die die Gemeinschaften bis heute zusammenhalten.
Die Veranstaltung wird von der Berggemeinschaft Valle Camonica und der Berggemeinschaft Valtellina bei Tirano organisiert und verbindet die beiden geografisch benachbarten Gebiete. Drei Tage lang erwarten die Besucher Musik, Begegnungen mit Kunsthandwerkern und Landwirten, inspirierende Vorträge und Installationen – die lombardische Alpenkultur bildet den roten Faden. Der Umweltschutz steht im Mittelpunkt: Es werden bewährte landwirtschaftliche und gemeinschaftliche Praktiken vorgestellt und die für die Bergbevölkerung seit jeher charakteristische Sparsamkeit und Recyclingkultur vertieft. Darüber hinaus finden Treffen zum Thema Gletscherschmelze und Klimawandel im Allgemeinen statt.
Für die Organisatoren ist es entscheidend, die lokalen Gemeinschaften in die Planungsphase der Veranstaltung einzubeziehen. Die Veranstaltung soll ein Gemeinschaftsprojekt sein, und jeder kann sich beteiligen: Kunsthandwerker, Lebensmittelproduzenten, Menschen, die ein gemeinschaftliches Ritual teilen möchten, oder auch Musiker und Künstler.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website: https://alpineculturefest.com/
Eine Vorbesichtigung der Veranstaltung findet vom 23. Januar bis 23. Februar 2026 im Kreuzgang des Rathauses von Tirano statt und ist der Ausstellung „Minimal Mountain Architecture“ gewidmet (Eintritt frei). Die Ausstellung, die die Olympischen Spiele eröffnet, soll einen Dialog über das Bauen und das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt anregen. Besucher können die für den internationalen Preis „Minimal Mountain Living“ eingereichten Projekte besichtigen. Diese Projekte umfassen Sanierungsmaßnahmen an historischen oder neueren Gebäuden, die in den letzten zehn Jahren in italienischen Bergregionen mit minimalem Flächen- und Ressourcenverbrauch realisiert wurden. Die Ausstellung wird von renommierten internationalen Institutionen wie der Fachhochschule Graubünden (Chur, Schweiz), dem Kulturinstitut Bled (Slowenien) und der Architekturgalerie München (Deutschland) präsentiert.